About

Ich verbringe viel Zeit auf Märkten und in der Natur. Nicht nur, weil ich dort die besten Zutaten finde, sondern weil mich interessiert, wie etwas gewachsen ist.

Meine Wertschätzung für Essen hat keine klassische Ausbildung als Ursprung, sondern Neugier und Experimentierfreude. Mein Handwerk habe ich mir über die Jahre selbst erarbeitet. Irgendwann fing ich an, alte Kochbücher zu sammeln. Französische Originale mit Rezepten von Frauen, die jahrelange Expertise hatten. Bodenständig und geheimnisvoll zugleich, voller Wissen, das sich nur in ihnen finden lässt. Was mich interessiert, ist Ihre zeitgenössische Interpretation. Diese vergessenen Techniken zeigen mir, wie radikal sich unsere Beziehung zu Essen verändert hat.

Eine stetige Verfügbarkeit von Produkten und industrielle Verarbeitungsmethoden, lassen Lebensmittel nicht mehr als Ergebnis von Zeit, Arbeit und Jahreszeiten, sondern als austauschbare Produkte, erscheinen. Ich arbeite saisonal, wähle ProduzentInnen bewusst und experimentiere mit Fermentation und Reifungsprozessen. Daher haben Gebäck und Gemüse meine größte Begeisterung. Die Prozesse verbindet Präzision und Wildheit. Es braucht Struktur, Zeit und ein tiefes Verständnis für dessen Unberechenbarkeit.

Meine Beschäftigung mit Essen soll den Fokus von Funktionalität auf eine innere Auseinandersetzung und Austausch lenken. Mich reizt ein Spiel aus klaren Linien und freien Formen. Ich suche nach texturiellen und farblichen Kombinationen, die überraschen. Jedes Detail zählt.

Was mich antreibt, ist dieser eine Moment. Wenn jemand etwas Vertrautes probiert, innehält und plötzlich mehr entdeckt als erwartet. Eine vergessene Erinnerung, eine neue Perspektive. Das möchte ich mit meinen Kompositionen für andere erfahrbar machen.

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